Das mittlerweile elfte Album Philipp Fankhausers erweist sich als lupenreine Perle zwischen den Stilen. Fankhauser, dereinst in Diensten von Johnny “Clyde“ Copeland, imponiert sowohl als Gitarrist und prägnanter Sänger als auch als versierter Songwriter. Wer den Schweizer zudem bereits live erleben durfte, weiss ausserdem um sein bestechendes Bühnen-Charisma. Die zwölf Songs, die Hälfte davon aus eigener Feder, bewegen sich zwischen Soul (I’m Finished Here), Pop (I Didn’t See the Best of You), Bossa Nova (Rio de Janeiro Blue) und viel Blues.
Berührend unter anderem die langsame, fast intime, ultimativ intensive Version von Johnny Copelands „I Got A Love“, eine Nummer für die Dauer-Replay-Taste. Zusammengehalten wird diese Vielfalt von Fankhausers rauer Stimme und der perfekten Instrumentierung, unter anderem mit Richard Cousins am Bass, Hendrix Ackle an der Hammomd B3 und Luis Conte an der Percussion. Bisweilen stossen Bläser hinzu oder Stephan Eicher greift zur akustischen Gitarre und zur Dulcimer. Produziert wurde das in Luzern und L.A. aufgenommene Album vom mehrfach grammyprämierten Dennis Walker. Ein Volltreffer!
***** von *****
Dietmar Hoescher
